Familienplanung – was kostet eigentlich ein Kind?

durchschnittliche Kosten Kind

Ein emotionales Thema

Kann man menschliches Leben in Geld aufwiegen?
Nein natürlich nicht.
Und würde man es rein finanziell betrachten, so würde wohl niemand in Deutschland Kinder bekommen.

Jeder der Kinder hat oder sich welche wünscht, weiß, dass andere Aspekte eine größere Rolle spielen.

Kinder sind sinnstiftend, einzigartig und bereichernd.

Und trotzdem hat sich sicherlich jeder mal die Frage gestellt, was so ein Kind eigentlich kostet.

Manchmal merkt man auch erst, wenn man Kinder hat, dass die finanzielle Situation ohne Kinder noch deutlich entspannter war.

Doch woran liegt das? Was kostet das Leben mit Kindern wirklich? Wo ergeben sich weitere Hürden im finanziellen Bereich der Familie?

All das beleuchten wir mal im Folgenden:

Das statistische Bundesamt hat in einer Studie aus 2018 festgestellt, wie viel ein Kind im Durchschnitt pro Monat kostet. Dabei wurde in verschiedene Altersstufen unterteilt:

0-6 Jahre679€
7-11 Jahre763€
12-18 Jahre953€


Dabei wurden anteilige Kosten für die Grundversorgung wie Miete, Strom, Nahrung sowie die Kosten für Kleidung berücksichtigt.
Darüber hinaus aber auch Kosten für die Kinderbetreuung, für Kultur, Unterhaltung und Freizeit.

Wenn man es mal grob überschlägt kostet ein Kind bis zum 18. Geburtstag sage und schreibe fast 175.000 €

Je mehr Kinder man hat, desto günstiger wird es – zumindest je Kind

Hat man mehr als ein Kind steigen zwar die absoluten Kosten an, sie werden aber mit jedem Kind geringer. Grund dafür ist, dass viele Anschaffungen im Haushalt schon vorhanden sind. Meist sind auch Kindergartenbeiträge oder Mitgliedsbeiträge im Sportverein für Geschwisterkinder deutlich geringer.

Paare gaben im Schnitt für zwei Kinder 1.276 € aus und für drei Kinder 1.770 €.

Weitere finanzielle Aspekte

Das sind alles nur Berechnungen für die ersten 18 Lebensjahre.
Und wenn man mal ehrlich ist, dann weiß auch jeder, dass es damit nicht getan ist.

Kaum ein Kind ist mit 18 so finanziell selbstständig, dass es keine Unterstützung mehr von den Eltern benötigt.
Zumindest in der Zeit der Ausbildung oder des Studiums steuern die meisten Eltern doch noch den ein oder anderen Euro zum Einkommen ihrer Kinder bei. Neben all den Kosten kommt noch erschwerend hinzu, dass die Einnahmen in den meisten Familien zumindest zeitweise sinken, denn rund 70% aller Mütter mit Kindern unter 12 Jahren arbeiten in Teilzeit.

Familien-Finanzen

Zum Glück gibt es da ja noch Vater Staat

Jeden, der sich von den Zahlen oben erschlagen fühlt, kann ich jetzt beruhigen.
Denn fast die Hälfte, der Ausgaben je Kind, wird vom Staat übernommen.

Darunter fallen Transferleistungen wie Kindergeld, Mutterschaftsgeld oder Elterngeld etc.
Steuererleichterungen sind natürlich auch nicht außer Acht zu lassen.

So relativieren sich die Kosten und das geringere Familieneinkommen wieder.

Und trotzdem bleibt am Ende doch noch ein stattliches Sümmchen, welches Familien zu stemmen haben.

Muss ich eine Wahl zwischen Geld oder Glück treffen?

Irgendwie bekommen es am Ende ja doch fast alle Familien hin das ganze finanziell zu stemmen.
Dann wird eben in anderen Lebensbereichen gespart oder verzichtet.
Bedeutet das aber, dass man sich zwischen Geld und Glück entscheiden muss?

Keineswegs.

Allerdings ist es für Familien umso wichtiger, sich mit ihrer finanziellen Situation auseinander zu setzen: Wie steht es um die Einnahmen und Ausgabenseite? Wo gibt es Sparpotential?

Zusätzlich sollte natürlich auch ein besonderer Fokus auf den Vermögensaufbau gelegt werden. Dieser sollte neben der vielleicht vorhandenen eigenen Immobilie noch aus weiteren Bausteinen bestehen.

Wie der Vermögensaufbau mit ETFs funktioniert, kannst du hier nachlesen und warum insbesondere Mütter sich mit dem Thema beschäftigen sollten, erkläre ich hier im Blogartikel.

Fazit

Kinder sind für viele Menschen, und auch für mich, das größte Glück der Welt.

Trotzdem ist nicht zu vernachlässigen, dass sie einen großen Einfluss auf die finanzielle Situation nehmen.

Wer jedoch auf Zack ist und sich Gedanken und einen Finanzplan macht, bekommt auch gut beides unter einen Hut: Kinder haben und eigene (finanzielle) Träume verwirklichen.

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